Christa Daschner

Zeit für mich? Unbedingt! Ideen für deine persönlichen Auszeiten.

Zeit für mich? Unbedingt! Ideen für deine persönlichen Auszeiten.

Zeit für mich – so heißt nicht nur eine Zeitschrift.
Es ist auch ein Konzept, das hilft, sich gesunder und besser zu fühlen.
Unser Alltag ist voll von Aktivitäten, Verpflichtungen, Terminen. Familie, Freunde, Beruf, Freizeitstress. Vielleicht auch noch das Gefühl, auf Social Media nichts verpassen zu dürfen. Doch wo bleibst du selbst dabei? Wo bleibt die Erfüllung deiner eigenen Bedürfnisse?

Das ist doch egoistisch, sagst du jetzt vielleicht. Ich kann mich doch nicht so vorne anstellen. Sooo wichtig bin ich doch nicht. Ich habe doch keine Priorität.
Falsch! Ganz im Gegenteil.
Wenn du fit bist, profitieren auch die anderen davon. Denn nur wenn es dir gut geht, kannst du auch gut für andere da sein. Du bist belastbarer, ausgeglichener und weniger schnell gestresst.
Wer seine eigenen Bedürfnisse permanent missachtet, wird meistens schneller krank.

Alleine sein oder Zeit für dich haben

– das sind zwei ganz verschiedene Dinge.
Zeit für sich selbst zu verwenden, ist für viele äußerst ungewohnt. Ich weiß gar nicht, was ich machen soll, heißt es dann oft. Me-Time, wie es heute so schön heißt, darf sich einfach gut für dich anfühlen.
Frage dich, was tut dir gut? Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten. Selbst einfach auf der Couch sitzen und Nägel lackieren oder Löcher in die Luft starren ist erlaubt. Heute will ich dir einige Tipps geben, wie du die Zeit für dich gut nutzen kannst.

Erholung und Entspannung

Es ist für jeden absolut notwendig, die Akkus regelmäßig aufzuladen. Bei Elektrogeräten ist das eine Selbstverständlichkeit, bei uns selbst absolut nicht. Gerade hier finden sich viele Möglichkeiten. Ob es der Spaziergang in der Natur, der Besuch einer Therme oder einer Sauna oder ein Wellness-Wochenende ist. Jeder findet das, was für einen selbst am besten ist.
Ist Zeit am Handy auch Zeit für mich? Wie fühlt es sich für dich an? Wenn du Ideen für die Neugestaltung deiner Wohnung suchst, kann es ganz entspannend sein, durch Pinterest zu scrollen.Wenn du jedoch auf Instagram oder Facebook nur Posts siehst, wie andere sich inszenieren und du dich dadurch runterziehst, ist die Zeit bestimmt nicht gut eingesetzt.

Rückblick – Ausblick

Eine andere Art von Zeit für sich ist eine regelmäßige Rückschau. Was ist gut gelaufen in der letzten Woche, im letzten Monat? Was kann ich besser machen? Wofür bin ich dankbar? Welche Erfolge hatte ich?
Und überlege dir auch, wo du hinwillst. Was will ich erreichen? Was ist mein Ziel für diese Woche/diesen Monat?
Gut ist es auch, dich mit deiner Vision zu beschäftigen. Wie sieht diese aus? Auch am eigenen Vision Board zu arbeiten ist gut investierte Zeit für dich selbst. Ebenso wie Zeit für die Planung zu investieren oder Zeiten zu nutzen, um Ideen zu generieren.

Zusätzlich möchte ich dir weitere ganz konkrete Ideen mit auf den Weg geben, wie du dir Auszeiten gönnen kannst.

Mentale Zeit für mich

  • Konzentriere dich 5 Minuten nur auf deinen Atem
  • Schreibe 5 Dinge auf, für die du dankbar bist.
  • Verzichte einen halben Tag auf dein Handy bzw. auf Facebook & Co.

Körperliche Ich-Zeit

  • Gehe eine halbe Stunde in der Natur spazieren.
  • Trinke mindestens 8 Gläser Wasser am Tag – ganz achtsam.
  • Gönne dir eine Massage.
  • Probiere eine neue Sportart aus oder geh in deinen Lieblingssport.

Emotionale Me-Time

  • Unternimm etwas Besonderes mit Freunden oder Familie – oder auch alleine.
  • Kaufe Blumen und stelle sie in deine schönste Vase
  • Höre dein Lieblingslied und tanze
  • Geh einem Hobby nach
  • Mache einem Fremden ein Kompliment

Wie oft und wie lange?

Das hängt sehr stark von dir selbst ab. Und es geht auch nicht darum, sich zeitlich total festzulegen. Es gibt Menschen, die viel Zeit für sich alleine brauchen und es gibt die, die wenig Zeit brauchen. Manche gönnen sich täglich Zeit für sich, für andere ist ein Sauna-Besuch am Wochenende die Ich-Zeit. Wer sich morgens 15 Minuten Zeit für sich nimmt, startet gut gerüstet in den Tag. Andere lieben abends eine halbe Stunde Yoga.
Probiere einfach verschiedene Dinge aus.
Wenn du Qualität statt Quantität wählst, wirst du schnell feststellen, was zu dir passt. Und die Ergebnisse sprechen dann für sich.

Warum fällt es mir so schwer, Zeit für mich zu nehmen?

Ganz oben auf der Liste stand bei mir die Angst, dass ich dann faul bin. Ein ganz tief sitzender Glaubenssatz, den ich in meiner Kindheit erschaffen habe und der mich zuweilen auch heute noch plagt. Nichtstun wurde damals mit faul sein gleichgesetzt. Heute sehe ich das anders. Nichtstun ist ein notwendiger Luxus, den ich mir gönne.

Eine andere Angst war, dass ich dann auf was anderes verzichten muss. Ich entscheide, ob ich meine Zeit für dieses oder jenes verwende. Zeit für mich und meine Entspannung einzuplanen, heißt auch, die andere Zeit wirklich effektiv verwenden zu können. Erst dann habe ich Kraft dafür und bin ausgeglichen und habe auch die Lust dazu.

Für manche ist es auch der Gedanke, dass andere ja so gut sind und ständig arbeiten. Was würden die denn von mir denken?
Ehrlich? Völlig egal, was andere von dir denken. Die machen sich sowieso ihre Gedanken, die du nicht beeinflussen kannst. Und außerdem arbeiten andere auch nicht ständig. Es sieht bloß so aus für dich.

Du entscheidest in jedem Moment, ob du dir mehr Zeit für dich nehmen willst oder nicht.

Mein Tipp für dich:
Achte diese Woche mal auf die kleinen Momente in deinem Alltag, in denen du dich für oder gegen dich entscheidest. Dabei geht es nicht darum, die Entscheidung öfter für dich zu treffen oder einen Ausgleich zwischen beidem zu finden. Es geht nur darum wahrzunehmen, wie oft du dich im Alltag entscheiden musst, wie du deine Zeit investierst.

Und hier kommt mein Zusatz-Tipp:
Zeit für dich braucht keinen Urlaub und kein Schweigeretreat, noch nicht mal einen freien Tag. Es braucht nur die Entscheidung, in deinem Alltag immer wieder auf dich zu hören und nach deinen Bedürfnissen zu handeln. Gönne dir zwischendurch kurze Pausen. Stelle dir einen Wecker auf deinem Handy und lasse dich alle Stunde erinnern. Dann mache eine kurze Pause und atme tief durch. Bewege dich, strecke dich. Trink etwas.

Entscheide dich für dich und erlaube dir, mehr Zeit für dich selbst zu nehmen.

Schreib mir eine kurze Email, wie du dir Zeit für dich selbst nimmst. Was tut dir gut? Ich freue mich darauf, von dir zu hören.

2 Kommentare zu „Zeit für mich? Unbedingt! Ideen für deine persönlichen Auszeiten.“

  1. Liebe Christa ,
    ich erkenne mich in deinem Artikel sehr…Auch ich sage , ich habe den ganzen Tag Zeit für mich was zu tun.. Aber Zeit haben und sie sinnvoll und bewusst nutzen, sind zwei verschiedene Ansichten…Ich verbringe viel zu viel Zeit an meinem Handy , so läuft das Leben an mir vorbei …Man vergisst sich selbst und verliert den Blick auf das wesentliche ..
    Das Gute, ich arbeite daran 😚
    Alles Liebe Beate

    1. Christa Daschner

      Liebe Beate,
      vielen Dank für deine Zeilen. Zu erkennen, wo du stehst ist der erste Schritt. Gut gemacht.
      Die Veränderung kann dann kommen. Und du lässt die Veränderung zu. Ich freue mich, dass du auf diesem Weg bist. 😀
      Herzlichst, Christa

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